Was bedeutet PD?

PD oder Priv.-Doz. ist die Abkürzung für Privatdozent. Es handelt sich um einen universitären Titel, ähnlich dem des Professors. Er wird verliehen für bestimmte Leistungen in der Forschung und für regelmäßige, unentgeltliche Lehrtätigkeit an der Universität, also in der Ausbildung von Medizinstudenten.

Den Einstieg in wissenschalftliches Arbeiten stellt für einen Arzt in der Regel die Doktorarbeit (Promotion) dar. Hierbei bearbeitet er in der Regel ein Thema, das ihm von einem erfahrenen Wissenschaftler vergeben wird und das er unter dessen Anleitung bearbeitet. Am Ende dieses Artikels finden Sie den Link zu meiner Promotionsschrift.

Nach der Promotion kann ein Arzt, der an einer Universitätsklinik arbeitet, neben der Patientenbehandlung weiter an Forschungsprojekten arbeiten. Wenn er dabei eine ausreichende Anzahl an Projekten erfolgreich mit einer wissenschalftichen Veröffentlichung (Publikation) abschließt, kann er eine Habilitationsschrift verfassen und von einer Universität habilitiert werden. Während für eine medizinische Promotion nicht zwingend eine Veröffentlichung gefordert wird und bereits eine Veröffentlichung eine gute Promotionsarbeit kennzeichnet, werden für eine Habilitation an der Ludwig Maximilians Universität (LMU) insgesamt 15 Veröffentlichungen gefordert, von denen 8 als Erst- oder Letztautor verfasst sein müssen. Der Erstautor ist in der Regel derjenige, der eine Veröffentlichung tatsächlich schreibt, der Letzt- oder Senior-Autor derjenige, der die Idee zu einem Projekt hatte und für dessen Organisation und Finanzierung verantwortlich war. Ich wurde 2011 an der Ludwig Maximilian Universität (LMU) habilitiert und bekam den Titel "Privatdozent" verliehen. Seitdem gebe ich regelmäßig Studentenunterricht am Klinikum Großhadern. Die Habilitation ist in der Regel die Voraussetzung für die Vergabe von Promotionsarbeiten und die Berufung auf eine Professorenstelle.

Im Jahr 2012 wechselte ich für eine Professorenvertretung an die Universitätsmedizin Rostock und durfte während meiner Tätigkeit dort bis 2014 einen Professorentitel führen. Solche Professorentitel sind an die tatsächliche Anstellung an einer Universitätsklinik gebunden, sodass ich diesen Titel mit meiner Niederlassung 2014 wieder abgeben musste. Universitäten haben jedoch die Möglichkeit, für herausragende Leistungen in Wissenschaft und Lehre sogenannte außerplanmäßige Professorentitel zu verleihen. Die Voraussetzungen für einen Vorschlag für einen solchen Titel ist eine kontinuierliche weitere Tätigkeit in Forschung und Lehre für mindestens 6 Jahre nach der Habilitation. Die geforderten Publikationen werden nach ihrer Qualität mit Punkten bewertet. Im Endeffekt entspricht der Aufwand mindestens dem einer zweiten Habilitation. Im Herbst 2017 wurde ich dem Fakultätsrat für die Verleihung eines außerplanmäßigen Professorentitels vorgeschlagen und hoffe für den Herbst 2018 auf die tatsächliche Verleihung des Titels. Hier finden Sie ein Verzeichnis meiner Publikationen. Zwischenzeitlich haben 5 der von mir betreuten Doktoranden ihre Doktortitel verliehen bekommen.

Hier finden Sie den Link zu meiner Promotionsschrift:

Olzowy, Bernhard (2003): Photodynamische Therapie experimenteller maligner Gliome mit 5-Aminolaevulinsäure-induziertem Protoporphyrin IX. Dissertation, LMU München: Medizinische Fakultät

© PD Dr. Bernhard Olzowy, April 2018