Krebserkrankungen der Kopf-Hals-Region

Diagnostik

Therapie

  • Operative Entfernung von Verdachtsbefunden oder Krebserkrankungen im Frühstadium
  • Eingehende Beratung hinsichtlich verschiedener Therapiemöglichkeiten
  • Vermittlung an Zentren für Krebsbehandlung über direkte Ansprechpartner

Nachsorge

  • Nachuntersuchungen durch – im Gegensatz zur Klinik - immer denselben Arzt mit langjähriger eigener Erfahrung mit Tumoroperationen
  • Schonende Untersuchung von Rachen und Kehlkopf mit flexiblen Endoskopen
  • Beschwerdelinderung von Therapiefolgen und bei nicht mehr heilbaren Krebserkrankungen
  • Wechsel von Stimmprothesen

Bei einer Krebserkrankung verändern sich Zellen im Körper so, dass sie beginnen, unkontrolliert zu wachsen. Sie zerstören dann gesundes Gewebe und machen durch den Raum, den sie einnehmen Probleme. Zudem können sich Zellen aus dem Tumor lösen, über Lymph- und Blutgefäße an andere Stellen im Körper gelangen und dort Tochtergeschwülste ausbilden, so genannte Metastasen. Solange ein Tumor noch nicht gestreut hat, kann er durch eine Operation geheilt werden, wenn es gelingt, alle krebsartig veränderten Zellen zu entfernen. Auch wenn ein Tumor gestreut hat, ist eine Heilung mit zusätzlichen Therapieverfahren wie Bestrahlung und Chemotherapie noch möglich, die Chancen stehen jedoch dann deutlich schlechter.

Gerade Krebserkrankungen der Kopf-Halsregion machen sich schnell durch Beschwerden bemerkbar. Wenn man diese ernst nimmt, und die Erkrankung dadurch in einem Frühstadium erkannt wird, sind die Aussichten auf eine Heilung sehr gut. Daher sollten Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder Heiserkeit ab einer Dauer von 3 Wochen durch einen HNO-Facharzt abgeklärt werden. Auch Knoten oder Schwellungen am Hals oder an der Mund- und Rachenschleimhaut können Anzeichen einer Krebserkrankung sein. Insbesondere wenn sie rauchen oder regelmäßig Alkohol trinken, sollten Sie auf solche Warnzeichen achten, da Sie dann ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Krebserkrankung haben.

Wenn wir bei der Untersuchung nichts finden, werden wir diese im Abstand von einigen Wochen bis Monaten sicherheitshalber wiederholen, da gerade ganz frühe Krebserkrankungen oft nicht leicht erkennbar sind. Wenn wir etwas sehen, was wir eher nicht für Krebs halten, können solche Befunde entweder im Verlauf beobachtet werden, oder durch eine Gewebeprobe abgeklärt werden. Wir haben hierfür die Möglichkeit, Befunde zu fotografieren, damit wir bei einer Kontrolluntersuchung sicher beurteilen können, ob sie sich verändert haben.

Wenn bei der Untersuchung der Verdacht auf eine Krebserkrankung besteht, müssen im nächsten Schritt bildgebende Untersuchungen (Computertomographie oder Magnetresonanztomographie) und/oder eine endoskopische Untersuchung in Narkose durchgeführt werden zur Gewinnung von Gewebeproben und zur Bestimmung der genauen Ausdehnung der Erkrankung. Diese Eingriffe können wir in bestimmten Fällen selbst im Klinikum Landsberg durchführen, dies ist aber nicht immer sinnvoll. Wir können Frühstadien mancher Krebserkrankungen, z.B. in der Mundhöhle, an der Zunge, an den Mandeln oder am Kehlkopf auch selbst im Klinikum Landsberg operieren. Mit bereits fortgeschrittenen Tumoren sind Sie hierfür jedoch an einer großen HNO-Klinik, die als Kopf-Hals-Tumorzentrum zertifiziert ist, besser aufgehoben. In diesem Fall sollten auch die Voruntersuchungen gleich dort durchgeführt werden. Wir werden Sie in jedem Fall ausführlich über die in Ihrem Fall optimalen Behandlungsmöglicheiten beraten.

Nach einer Krebsbehandlung besteht immer ein gewisses Risiko, dass der Tumor wieder nachwächst. Außerdem leiden die meisten Patienten auch langfristig unter den Folgen der Krebstherapie. Daher sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen sehr wichtig. Dabei nutzen wir auch die Möglichkeit der Fotodokumentation, da es schwierig sein kann, ein Nachwachsen des Tumors nach der Therapie rechtzeitig zu erkennen. Hier kommt Ihnen auch zu Gute, dass insbesondere PD Dr. Bernhard Olzowy zahlreiche große Tumoroperationen selbst durchgeführt hat.

© PD Dr. Bernhard Olzowy, März 2018

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